Der Blick von außen: Gemeinsam die Segel setzen
An diesem Tag, während der beiden Versammlungen von Förderkreis und Förderstiftung, wurde die formelle Arbeit geleistet: Berichte, Entlastungen, Wahlen. Alles verlief in geordneten Bahnen, getragen von einer soliden (Vorstands-)struktur. Vielen Dank von meiner Seite für eure starken Schultern!
Doch wenn man – wie ich an diesem Tag – mit einem frischen Blick von außen auf diese Runden schaut, erkennt man durchaus ein enormes Potenzial. Ich sehe viele Menschen im Raum, die bereit sind, anzupacken. Damit dieses Engagement Früchte trägt, dürfen wir den Fokus nie verlieren: Die Menschen in der Gemeinschaft sind das Zentrum, nicht die Strukturen.
Einzelschicksale und fachliche Höchstleistungen sind wichtig, aber sie glänzen am hellsten, wenn sie im Dienst der Gemeinschaft stehen. Um den Austausch unter den Angehörigen zu stärken, entstehen bereits erste Ideen:
- Können wir den Angehörigentag im September nutzen, um gezielte Experten-Informationen zu rechtlichen Themen anzubieten?
- Wie können wir die Kommunikation modernisieren? Die „Glocke“ gibt es bereits als PDF, und vielleicht können digitale Formate wie Videokonferenzen in Zukunft helfen, auch diejenigen einzubinden, die nicht jedes Mal die weite Reise in den Thüringer Wald antreten können?
Zuversicht als Handlungsmaxime
Wir leben in einer Zeit, in der viel von „schweren Zeiten“ und „Umbrüchen“ die Rede ist. Doch nach diesem Tag in Wickersdorf überwiegt bei mir die Zuversicht. Wir haben viel erreicht und gemeinsam Widrigkeiten getrotzt.
Die Lebensgemeinschaft Wickersdorf ist ein Kleinod. Damit das so bleibt, brauchen wir jeden Kopf und jede Hand. Neue Mitglieder im Förderkreis oder als Zustifter sind nicht nur willkommen – sie sind der Treibstoff für die Zukunft unserer Kinder, Geschwister und Freunde.
Ich fahre erfüllt nach Hause. Mit dem Bild meiner strahlenden Schwester im Kopf und dem Wissen: Gemeinsam bewegen wir hier wirklich etwas.
Vielen Dank an euch / sie alle!
Gerson Ortmann aus Neumarkt in der Oberpfalz